Grand Canyon in der Türkei und kein funktionierendes Navisystem

Grand Canyon in der Türkei und kein funktionierendes Navisystem

Keines der Orientierungssysteme funktionierte heute, da völlig überraschend und ganz plötzlich ein neuer Staudamm mit einer riesigen Mauer entstanden ist und daher die Strassen urplötzlich verlegt wurden, so dass die Karte von 2013, das Navi von 2014 und die aktuelle Verkehrsausschilderung gar nicht darauf reagieren konnten. Alle waren grundlegend falsch. Das Navi erklärte mich für verrückt (sofort umkehren), da ich offensichtlich weit ab von der Strasse mitten durch die Berge fuhr. Das stimmte auch, denn ich bin durch das Pontische Gebirge 60 km auf Baustellen gefahren, davon mindestens 20 km in Tunneln (von fertig bis Rohbau ohne Licht und Strassenbelag). Die Karte zeigte den ursprünglichen Strassenverlauf (Römisch ??) und die Beschilderung einen Zustand zu Beginn der Bauarbeiten. Soweit zur Aktualität. Weit oberhalb des Stausees waren weit oberhalb der Strasse ebenfalls gewaltige Tunnel (Tünel in türkisch) und Brücken im Bau. Wird wohl noch einen Stausee geben.
Ansonsten war der Weg durch das Pontische Gebirge in einer gewaltigen, ja fast überwältigenden, Umgebung, fast wie der Grand Canyon in den USA, auch die gleichen Gesteinsformationen und Farben.
Heute morgen, nach meinem Frühstück auf der Terrasse, bin ich noch zum ehemaligen Kloster Ösk Vang hoch. Schade, dass es so verrottet und verfällt. Ab 15 Uhr kam zum Gegenwind noch Starkregen (aber abnehmend). Da waren die vielen Tunnel durchaus angenehm. Artvin muss ein sehr malerisch gelegener Ort am Berg sein. Doch der Weg zu den Hotels zog sich 4 km hin mit einer Steigung von 400 m. Da ist dann jedes Zimmer recht. Morgen werde ich dann wieder am Schwarzen Meer ankommen. Wäre nicht weit bis Sotchi…

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