Unwetter und Eisenbahn aus dem Museum

Unwetter und Eisenbahn aus dem Museum

Etwas lustlos war ich heute morgen, Wolken tief und dunkel. Dann regnete es auch gleich und ich nutzte die Gelegenheit für Kaffee und Telefon. Ich war schon draußen, da sprach mich eine Frau, wo ich denn herkäme und hinwolle. Sie ist Türkin aus Rüdesheim und besucht die Heimat ihrer Großeltern. So haben wir noch eine Weile geplauscht. Dann 15 km mit fürchterlichem Gegenwind durch ein Hochtal mit Bergen über 3500 m. Vor dem nächsten Schauer in eine Raststätte. Erste Kleinstreparaturen am Rad. Dann brach aber die Hölle herein und ich sass trocken und warm und konnte erstmals Sudoku machen. Zwischendurch brach der Strom mehrmals zusammen. Tee und Kaffee gabs aber. Nach drei Stunden hellte es auf und ich bekam Mittag auf Kosten des Hauses wegen Stromausfall. Bei Sonne ging es weiter bei 8 Bft Gegenwind. Beim nächsten Ort, dem letzten vor der Hochgebirgsstrecke, gab es kein Hotel. Auf den nächsten 20 km wusste jeder,dass 4 km weiter ein Hotel sei. So habe ich jetzt mein Zelt zwischen Landstraße und Fluss aufgebaut, im Bereich eines Betonmischwerkes. Ist nicht so romantisch, aber bewacht und beleuchtet. Brot hatten sie mir zur Suppe gebracht. Der Sturm war noch eine Weile recht heftig, so dass ich gerade mal 10 km/h schnell war. Kaputt und nicht weiter kommen. Dann schlief der Wind ein, dafür ging die Sonne unter. Alles geht eben nicht. Weit bin ich heute also nicht gekommen. Morgen dann weiter durch das enge Tal (auf der anderen Seite die Eisenbahn, die aus dem Museum) Richtung Erzurum. Wegen der Regenfälle ist der Fluss dunkel und ziemlich reißend.

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