Missiones I

Missiones I

Es war schon spät und ich suchte den markierten Zeltplatz mit Dusche. Alle Karten waren grob ungenau. So fragte ich ein paar Polizisten nach dem Platz. Noch ein paar Kilometer. Also los. Überall Licht, aber kein Platz. Dann kamen die Polizisten mit ihrem Wagen und meinten, ohne Rücklicht ginge es nicht und es sei auch nicht weit. Sie luden mein Fahrrad auf und brachten mich zum Zeltplatz, abseits der Straße auf schlechter Piste. Mit Sirene stoppten sie den Hund und holen den Besitzer. Nach längerem Palaver luden sie mein Fahrrad ab und verabschiedeten sich.

Ich bekam einen guten Platz zugewiesen. Aber wieder der einzige auf dem Platz für 5 €. 


Der gestrige Tag hatte wieder einige Highlights, drei Länder an einem Tag, von Brasilien über die normale Grenze nach Paraguay mit langen Schlangen und ohne Kontrolle. Das sollte sich rächen. Eigentlich ist Paraguay das Einkaufsparadies für Brasilien. Da wird nicht kontrolliert. Dann bin ich aber auf die Fähre nach Argentinien. Doch da fehlte der Einreisestempel. Gegen Zahlung einer Gebühr von 20€ bekam ich dann aber den Ausreisestempel, ohne den ich weder die Fähre hätte betreten dürfen noch nach Argentinien einreisen. Diese ganzen Formalia an den Grenzen dauerten dann zwei Stunden und eine verpasste Fähre.


So kam ich erst gegen 16 Uhr zum Nationalpark Iguacu. Mit der Kleinbahn ging es dann zu den Fällen. Die letzten Meter waren zu laufen bis zur Plattform über den Fällen. Tausende cbm stürzen da jede Sekunde unter dir in die Tiefe. Das donnert gewaltig und bringt alles zum Schwingen. Unglaublich.


Die Sonne ging schon fast unter, als meine Reise in den Süden durch die Provinz Missiones fortsetzen konnte. Der Zeltplatz war dann sehr primitiv und direkt an der Hauptstraße. Guter Schlaf geht anders. Aber die Erlebnisse des Tages waren toll und anstrengend, so dass ich schnell einschlief. 


Heute ging es ewig auf und ab, wie Neuseeland, nur nicht so steil und hoch. Richtig geschafft bin ich. Aber morgen kommt noch was besonderes.

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