Nelson am 9. März 2019

Nelson am 9. März 2019

Das war ein Tag voller Höhen und Tiefen. Um 3 Uhr wurde ich wach, es regnete. Na toll, und da aufs Klo. Und der Regen nahm zu. Gegen 8 Uhr bin ich dann mit meinen Sachen in die Campingküche geflüchtet, auch um den Schlafsack zu trocknen. Und siehe: ein Wäschetrockner! Dann Tee und Müsli. Aber das Wetter wurde nicht besser. Die Wolken hingen bis zum Wasser runter und bewegten sich nicht. Später holte ich das quatschnasse Zelt, um es unter dem Vordach zu trocknen. Dann wurde es etwas heller und die Sonne versuchte ihr Bestes.

Um 12 regnete es kaum noch und ich konnte los, Richtung Nelson. Angeblich leicht zu fahren. 
Wechsel zwischen Poncho und Hemd. Das Wasser dampfte überall. Nach einer guten Stunde am Sund entlang kam ich zum kleinen Havelock, das sich aber Hauptstadt der Muscheln nannte. Da konnte ich nicht widerstehen. Im Mussel Pot bin ich dann geblieben, 1kg Muscheln im Süd. Echt lecker. Die Muscheln sind sehr viel größer als unsere Miesmuscheln, in jede Richtung das Doppelte. Und dazu einen Chardoney. 
So war der Tag doch noch was geworden.

sehr lecker

Ich kam auch gut voran, trotz vollem Bauch. Bis dann doch noch die unvermeidlichen Hügelketten auftauchten. Der erste Pass mit 240 m war noch ganz ok. Doch dann wurde es heftig. Auf 420 m hoch ist ja nicht das Problem, aber die vielen Stücke zwischendrin mit 15 oder 18% Steigung! Das kostet Kraft und Zeit! Mittlerweile war ich wieder in den Wolken bei leichtem Regen. Das Blöde an den hiesigen Straßen ist, das man auch runter nicht viel schneller ist, zumal im Regen. Und dann wurde es auch noch dunkel im Nirgendwo, kein Zeltplatz und kein Zimmer in Sicht. Erst gegen 21 Uhr war ich in Nelson. Zum Glück fand ich noch das letzte freie Bett! Eine Kombination aus Motel und Hostel mit vielen Menschen aus allen Ecken der Welt. Leider machte die Küche im Hostel um Mitternacht zu. Schlafen ging gut nach über 100 km rauf und runter.

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