Latinopop in Magdalena

Latinopop in Magdalena

Der Mond steht hoch am Himmel, fast voll. Nicht anders als auf der Nordhalbkugel. Es weht ein laues Lüftchen vom Meer, eher kühl. Frieren brauchte ich heute unterwegs nicht bei bis zu 28 Grad. Gewöhnen muss ich mich noch an den Sonnenstand, halt im Norden. Nur gut, dass das Navi weiß wo Nord ist und wann die Sonne untergeht.
Nach fast 40 km war ich aus Buenes Aires raus. Übrigens habe ich es mir nicht nehmen lassen, heute früh nochmal in die Stadt zu fahren, zum Plaza di Congressu, weil dort der Kilometerstein “ 0 “ steht, von dem alle Straßen in Argentinien ausgehen, zumindest aber die Kilometerangabe. Wie in Japan. Die Vororte und Vorstädte sind vielfach sehr dreckig, Müll meterhoch am Strassenrand. Ist schon eine große Stadt. Man sieht nur überall die Folgen der Staatspleite von 2001. Ein bisschen wie Palermo.
Die Landschaft sehr flach, viele Rinder, wenig Getreide. Gefühlt jedes 3. Anwesen zum Verkauf.
Der Wind hat nachgelassen. Ein paar Leute grillen auf dem Campingplatz, aus den Lautsprechern tönt Latinopop. Einige Biere schmecken ganz gut, sind aber teuer. So ist es jetzt sehr angenehm, die Spaghetti waren auch ganz gut. Die Welt ist in Ordnung.

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