Besuch vom (Wasch-)Bär

Besuch vom (Wasch-)Bär

Letzte Nacht hatte ich Besuch von einem Bären. So um 3 Uhr. Krach, Getrampel, Schnaufen. War dann ein Waschbär, der im Schein der Lampe auf den nächsten Baum flüchtete. Er hatte versucht, die Satteltasche mit den Lebensmittel zu öffnen. Er hatte sie aber nur hin und her gerollt. Dadurch war die Dose mit dem Frühstücksfleisch ausgekippt und gleichmäßig verteilt. Nach einer Stunde im Waschraum war alles wieder in Ordnung und ich konnte bis 8 schlafen.
Die Straße verlief weiter entlang des Fraser bis zum Dorf Lyton, das vom Rafting lebt. War wohl noch vor der Saison. Bei Touriinfo gab es WLAN.
Weiter ging es am Thomson River, weiterhin hoch und runter. Höhenmeter wie bei der Alpenquerung, nur sind die Berge niedriger, bis 1.500 m. Aber wilde Landschaften. Noch bin ich auf dem Trans Canada Highway Nr. 1 nach Neufundland. Morgen biegt der ab und dann nur noch Nord. Das Gebirge ist dann auch bald vorbei.
Einen echten Bären habe ich heute auch gesehen. 500 m vor mir querte er die Straße, sehr in Eile, aber elegant. Ein bisschen Herzklopfen hatte ich schon.
Nach dem Regen in der Nacht wurde es langsam sonniger und sehr windig, fast aus der Wunschrichtung. In den Bergen ändert sich die Richtung jedoch häufig.
Die Strecke führt ständig auf dem alten „Gold Rush Trail“. Heute bin ich in einer historischen „Stadt“ auf dem Pfad, Ashroft. Jedoch mit Camping und normalen Hotels. In dem Restaurant des Ortes hatte ich gerade ein gutes Steak und Kuchen zum Nachtisch. Nach den Kilometern durch die Berge angemessen.

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