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Monat: Oktober 2014

… Abfahrtsignal ertönt …

… Abfahrtsignal ertönt …

Vor ein paar Stunden habe ich mir das nicht einmal vorstellen können. Aber jetzt bin ich auf einem chinesischen Kreuzfahrtschiff auf dem Yangtse. Gerade kommt das Abfahrtsignal. Ich bin gespannt. Vorhin war ich noch in einer Vorstadtkneipe (350 Stufen hoch hier im Tal) und habe mich vollgefressen, sogar mit Stäbchen. Ölige Erdnüsse sind etwas schwieriger. War aber lecker.

… und nun gehe ich auf Kreuzfahrt

… und nun gehe ich auf Kreuzfahrt

Irgendwie wirkt die Szenerie etwas surreal. Ich sitze am Yangtse und schaue über Fluss und See. Jede Menge Frachtschiffe auf dem Wasser und hinter mir brandet der Straßenverkehr. Vor mir liegt das Kreuzfahrtschiff, das die nächsten zwei Tage mein Zuhause ist. Hätte ich auch nicht gedacht, auf dem Drei-Schluchten-See eine Kreuzfahrt zu machen, durch die Schluchten bis zum Damm. Das kann ja was werden. Wanzhou zählt schon zum subtropischen Teil von China. Kurze Hose ist angenehm. Einen Teil des Weges…

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Der schlimmste Tourentag war heute!

Der schlimmste Tourentag war heute!

Heute war der schlimmste Fahrrad-Tag der Tour. Gleich hinter Daxian, nach Navi und als Pfadfinder, gab es eine neue Autobahn, aber nicht für Fahrräder, und eine 30 km lange Baustelle auf der 210 mit 5 cm Schlamm überall, grobem und feinem Schotter, steilen Wegen hoch und runter, Feldbrocken und Schlaglöchern. Bei einem machte der Vorderreifen nicht mehr mit. Also Rad flicken in der schlammigen .Steinwüste. Es gibt hierfür angenehmere Orte. Aber dort passiert ja nix. Mit fachkundiger Unterstützung von 40…

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Blackout und völlige Dunkelheit in den Bergen vor Daxian

Blackout und völlige Dunkelheit in den Bergen vor Daxian

Mitten in den Bergen. Chinesische Kleinstadt mit 200.000 Einwohnern, höchstens 200 Häuser größer 40 Stockwerke, aber Ausschilderung nach Dashuan, zwar völlig falsch, aber immerhin. Es regnete nicht und es ging sogar abwärts durch ein phantastisches Tal mit Wolken auf den Bergspitzen und einem rauschenden Fluss. Überall Feldbrocken auf der Strasse. Für 18 Uhr war meine Ankunft in Daxian berechnet. Pusstekuchen. Dann verließen Strasse und Eisenbahntrasse das Tal und es war wieder Gebirge. So wurde es dann 22 Uhr. Die letzten…

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Ein Gedicht von einem Poncho: er regnet und regnet und regnet …

Ein Gedicht von einem Poncho: er regnet und regnet und regnet …

So hatte ich es mir nicht vorgestellt, und der Wetterbericht auch nicht. Als mich der Bus an der Autobahn bei Wenyuan auskippte, hatte der Himmel gerade seine Schleusen geöffnet, ganz weit. In wenigen Sekunden war alles klatschnass. So schnell konnte ich die Planen und den Poncho gar nicht rausholen. Dann ging es noch 30 Minuten durch Nacht, Regen und Kälte auf einer Baustrasse in den Ort. Der Poncho ist ein Gedicht und die beste Investition der Reise. Im nächstbesten Hotel…

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Wohlbehalten am Ende der Seidenstraße angekommen … und nun auf nach Süden

Wohlbehalten am Ende der Seidenstraße angekommen … und nun auf nach Süden

Heute ist es bei mir angekommen. Beim zweiten Gang durch die riesige Halle der Terracotta-Armee musste ich plötzlich weinen, vor Freude, dass ich am Ende der Seidenstrasse wohlbehalten angekommen bin. Viel hatte ich schon über die Terracotta-Armee gesehen und gelesen. Jetzt stand ich tatsächlich hier, Auge in Auge mit den Kriegern, so richtig real. Ein tolles Gefühl, hier zu stehen, hier zu sein, und das mit viel eigener Kraft. Mehr als 6000 Krieger, überlebensgroß, plus sonstiges was eine Armee so…

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Am Ende der Seidenstraße in XIAN angekommen!

Am Ende der Seidenstraße in XIAN angekommen!

Das Ende der Seidenstraße ist erreicht: Xian mit seiner Stadtmauer und der großen Geschichte. Und meiner eigenen persönlichen. Ich kann es irgendwie noch nicht richtig fassen, dass ich hier jetzt angekommen bin. Es wird sicherlich noch einen Tag dauern, bis es so richtig angekommen ist. Freude, Erleichterung, Stolz. Im Ziel ist man dann häufig erst einmal leer. Die beiden letzten Tage zusammen waren auch ein Teufelsritt mit fast 400 km, zuerst noch viel Gebirge hinter Tianshui, dann gemächlicher den Wei…

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In der dreckigsten Großstadt der Welt: Lanshou

In der dreckigsten Großstadt der Welt: Lanshou

Heute war ruhiger als sonst. Nach 10 Uhr bin ich erst losgekommen. Das Frühstück war in der Kneipe, aber sehr gut. Lanshou stand heute auf dem Plan: Wasserräder, Deutsche Eisenbrücke (ein Geschenk des Kaisers), Weiße Pagode mit Park. Alles. Engagierte Pflege der Grünanlagen am Ufer des Flusses Huang He. Bei uns besser bekannt als Gelber  Fluss. Die Strassen werden ständig feucht gehalten, ohne diese jedoch zu reinigen. So ist der Dreck nicht Weg, aber zu Matsch geworden. Einige Hundert Wasserwagen…

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Der kleine wastl auf seinem Rad … ein Tag zum Weglassen …

Der kleine wastl auf seinem Rad … ein Tag zum Weglassen …

Der Tag war eher nicht so gut. Über das letzte Schreiben vom Gericht war ich nicht so glücklich. Dann wollte mich die Rezeption um meine Kaution betuppen. Der Weg geht bergab, so dass ich schon vor 14 am Huang He war. Dann spielte wieder alles verrückt: Karte sagte das Eine, das Navi was ganz anderes und die Passanten noch was anderes. Bei einem Laden ließ ich dann das Rad stehen, um mit dem Bus nach Bingling zu fahren. Es war…

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Wäsche waschen ist angesagt

Wäsche waschen ist angesagt

Ein kleiner chinesischer Ort mitten im den Bergen (4500m). Auch hier Bautätigkeit ohne Ende. Und ein sehr elegantes Hotel mit Suite, Neubau, es funktioniert alles, ist angenehm warm und die Dusche auch. Hatte ich lange nicht mehr gehabt. Heute morgen war es eher kühl gewesen, auch im Hotel. Im Supermarkt dann Einkäufe (mit ständiger Begleitung). Und schon ging’s los. Der Weg war easy und auf einem Teilstück hatte ich Begleitung von einem chinesischen Radfahrer mit lauter Musik von Enja. In…

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Schwierige Essenskultur für Ausländer

Schwierige Essenskultur für Ausländer

Heute war ein angenehmer Fahrradtag: keine großen Steigungen, tolles Panorama und angenehme Temperaturen. Morgens wird es jetzt deutlich eher hell, da ich näher nach Peking komme. Kühl ist es aber trotzdem. Im Laufe des Vormittags wurde es dann angenehm warm, kurze Hose und Hemd. Das Panorama war beeindruckend, das Gebirge Qilian Shan mit den Gipfel in Schnee bei 5000 bis 5500 den ganzen Tag im Süden. Wie der Pamir bei Saritash. Alles in voller Sonne. Die Bäume herbstlich gefärbt, die…

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Große Vorhaben erfordern zeitiges Aufstehen…

Große Vorhaben erfordern zeitiges Aufstehen…

Der Wecker bimmelte um 5.50 Uhr, denn ich hatte heute Großes vor! Den großen Sprung nach vorn (Mao 1960). Der Bus nach Jiayuguan sollte am Sonntag schon um 8 Uhr fahren. Polizeikontrolle und Gepäckscan brauchen ihre Zeit. Also lieber eher da sein. Ich kam um 6.45 mit dem Personal und konnte mein Fahrrad mit Messer und Gasflasche direkt auf den Busplatz schieben. Gelöst. Gegenüber war eine Kneipe mit Frühstück für die frühen Gäste. So kam ich zu 5 großen gefüllten…

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Oh, ich bin SAUER !!!!!!

Oh, ich bin SAUER !!!!!!

So verarscht worden bin ich lange nicht mehr. Alles was der Staat anpackt, kann nur schief gehen. In China ist der Staat eine Krake, ein aggressives Krebsgeschwür. Ich wollte also zu den Magaohöhlen. Gesagt, getan. Nach 12 km biegt die Zugangsstrasse ab und gleich springen 3 Polizisten auf mich zu und wollen irgendwas. Ein paar umherstehende Obsthändler haben ein Smartphone und können damit übersetzen, dass ich ein Ticket brauche. Ein paar Kilometer zurück ist eine Mautstation. Also hin, Verkehr komplett…

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Am Ende der (Karten-) Welt Ausbilder werden?

Am Ende der (Karten-) Welt Ausbilder werden?

Hier endet die Karte von Chinas Westen. Im Umkreis geht es noch. Morgen werde ich die wohl berühmtesten und am besten erhaltenen Buddha-Höhlen Chinas besuchen. Da muss es wohl ziemlich voll sein. In dieser chinesischen Kleinstadt von 300.000 Einwohnern ist die gesamte Strasse in die Wüste mit Hotels voll. Mehr als in Urumchi. Ansonsten ist es eine grüne Stadt mitten in der Wüste und zwischen den Gebirgen. Heute morgen war der Hinterreifen platt. Einige Drahtstücke von den vielen kaputten Reifen…

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In der Provinz Gansu angekommen

In der Provinz Gansu angekommen

Heute ist ein besonderer Tag, denn ich habe gehen 14 Uhr ganz ohne Hinweisschilder die Provinz Xinjiang verlassen und bin jetzt in Gansu. Am Abend habe ich Liuyuan erreicht, ein kleines. Örtchen am Rande der Wüste. Hier gabelt sich die Seidenstraße in die Nord- und die Südroute um die Taklamakan. In Kashgar kommen die beiden Routen wieder zusammen. Außerdem bin ich genau vor vier Wochen in Leipzig aufgebrochen und am Abend in Taschkent angekommen. Ansonsten war der Tag nicht spektakulär,…

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