Und wieder geht es in Taschkent los

Und wieder geht es in Taschkent los

Erst mitten in der Nacht habe ich ein Hotel gefunden. Aber nicht mein Wunschhotel. Mehr als 10 Leute kannten die Strasse in ihrer Nähe nicht oder hatten das noch nie gehört, zeigten in alle Richtungen, nur nicht die Richtige. Und dann kaum Straßenschilder oder Nummern. So musste ich fast wieder zum Flughafen zurück. Hotel ist gut und geht vom Preis. Das Frühstück ist sehr gut.
Die Suche nach ein großen Sportgeschäft oder Outdoorladen für eine Gasflasche war erfolglos. Dafür kenne ich jetzt Taschkent. Jeder wusste was, aber niemand wirklich. Es gibt solche Läden nicht. Der Letzte wurde vor drei Jahren abgerissen.
Es gibt ein paar nette kleine Viertel und Straßenzüge, die vom Erdbeben übrig blieben. Ansonsten ein Mix aus breiten Promenaden, Plattenbauten und hässlicher Bombastarchitekur. Ein paar restaurierte Moscheen und Medresen gibt es zu sehen, ein historisches Museum mit Verherrlichungen von Tamerlan (14. Jh.) und Karimow. Wie bei Stalin. Inzwischen zählt Tamerlan zu den Vorbildern in Usbekistan und wird entsprechend verehrt. Heute am Freitag waren viele Schulklassen im Museum, um das richtige Bewusstsein zu bekommen. Die kleinen Jungs mit Hemd und Krawatte.
Da ich kein Gas bekam, habe ich den Kocher auf Benzin umgerüstet. Das gibt es hier. Der große Basar war riesig, bestimmt 1 qkm. Auf einem Kleinen habe ich dann Proviant für die nächsten Tage besorgt. Morgen geht es dann Richtung Ferganatal durch die Berge. Übermorgen werde ich dort ankommen.
Inzwischen ist das Wetter eher herbstlich, aber trocken und fast warm. Für einen Sonnenbrand hat es noch gereicht. Tags soll es noch bis 30 Grad werden. Die Nächte können aber kühl werden. Mal sehen, wie es in den Bergen wird.

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