no drugs, no alcohol: Mobile Paßstation mit Gesichtserkennung

no drugs, no alcohol: Mobile Paßstation mit Gesichtserkennung

Es hatte dann noch länger gedauert, bis die Zollformalitäten an Bord geklärt waren. Es waren noch drei andere Personen da, die ich dem Personal zugeordnet hatte, die aber auch nach Kasachstan wollten. Zwei Stunden dauerte alles. Sogar mobile Paßstationen mit Netzanschluss und Gesichtserkennung hatten sie dabei. Dann musste alles ganz schnell gehen: aufs Fahrrad geschwungen, an den Waggons vorbei, die Rampe runter, hinter Zollauto her und zur nächsten Station. Tür aufschließen, alle rein, Tür zu. Mündliche Zollerklärung: no drugs, no alcohol. Raus durch die enge Tür, good luck. Dann ein Geldautomat, sogar für Visa. Aber wieviel Geld braucht man? Nur hohe Beträge über 5.000 in der Anzeige. Handy geht nicht. Also wie viel? Ich entscheide mich für 10.000. War dann doch nicht viel, so 40 €. Immerhin. Noch 10 km bis in die Stadt, keine Schilder, wird dunkel. Nach Gefühl zur Stadt. Weiträumig, Ölleitungen, große Anlagen. Bald die ersten Häuser, Plattenbauten, Interhotel, Leninprospekt. Hier nicht, drehen, andere Strasse. Zwei Radfahrer überholen mich und wir kommen mit Englisch ins Gespräch. Zu einer preiswerten Pension bringen sie mich (25€) und holen mich später zu einer Stadtrundfahrt mit SUV ab. Mit 200.000 Einwohnern groß und großräumig, 5 km Strand und Promenade, um 23 Uhr immer noch voll. Oper, Theater, Kinos, Supermärkte, Denkmäler, aber nur eine Moschee, EFES-Reklame überall. Um 24 Uhr geht nichts mehr. In der Pension bekomme ich noch eine Suppe und ein Bier. Das war es dann für den Tag.
Lange, ruhige Stunden an Bord (mehr als 10 Knoten fuhr es nicht), aber ständige Vibrationen wie Rüttelsieb, schlecht geschlafen (wieder Ärger mit Vermieter), neue Eindrücke. Jetzt bin ich wirklich in Asien angekommen. Wie geht es weiter? Ich bin gespannt.

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